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Empathie, was für ein bedeutungsvolles Wort!

By 31. Juli 2018 No Comments

Liebe Leserin,
Lieber Leser

Empathie wird oft postuliert und gilt zunehmend als die Schlüsselkompetenz, um in Beruf und Alltag zwischenmenschliche Begegnungen gelingender zu gestalten. Diese Fähigkeit und Möglichkeit, sich in das Gegenüber hineinzuversetzen, unterscheidet uns übrigens von den meisten anderen Arten! In der Sommerzeit wird viel gereist, und viele unvorhergesehene Begegnungen ergeben sich da. Um diese Begegnungen als Bereicherung zu nutzen und mit fremden Kulturen in Kontakt zu treten, ist eine empathische Grundhaltung bestimmt ein wertvoller „Türöffner“, der Horizont erweiternde Begegnungen überhaupt ermöglicht. Aber wieso in die Ferne schweifen? Die Ferien gehen vorbei, und der Alltag ist und bleibt die grosse Herausforderung, was das zwischenmenschliche Miteinander anbelangt; sei es im Zug zur Arbeit, beim Einkauf über Mittag, im Grossraumbüro, mit den Arbeitskolleginnen und -kollegen, mit dem Chef, mit Kunden am Telefon, in der Mittagspause im Restaurant und allen voran natürlich im Zusammenleben mit der Familie: Empathie kann in jeder zwischenmenschlichen Begegnung gelebt werden. Aber da wir nicht alle Mutter Theresa sind, gelingt uns dies natürlich nicht immer. Doch schon mit ein „bisschen“ Empathie kommt Mann und Frau glücklicher und zufriedener durchs Leben. Sind es nicht die kleinen Gesten und Zeichen, die unseren Alltag so bereichern und uns verbinden? Hier eine kleine Auswahl von möglichen Aspekten der Empathie, um das Zusammenleben freundlicher, leichter, solidarischer und vor allem menschlicher mitzugestalten:

Einfühlungsvermögen, Einfühlungskraft, Teilnahme, Zartgefühl, Mitgefühl, Anteilnahme, virtueller Positionswechsel, Einfühlungsgabe, Sensibilität, Mitempfinden, Verständnis, Empfindlichkeit, Sensitivität, Zartsinn, Subtilität, Feinsinnigkeit, Feingefühl, Gespür, Aufmerksamkeit, Menschlichkeit, Verständnis, Verstehen. 

Epilog: Glauben Sie ja nicht, dass ich Empathie in dieser Vielfalt stets erfülle oder von mir erwarte, diese täglich befriedigend einzulösen. Als positiv gestimmte Person und den Menschen zugewandt und wohlgesinnt wäre ich nicht in der Beratung von Menschen tätig, bildet Empathie doch eine der wichtigsten Voraussetzungen, um überhaupt professionell zu interagieren. Ich kann nur erfolgreich beraten, wenn ich dem Menschen emphatisch begegne und zu verstehen versuche, was ihn bewegt und worin sein Anliegen und seine Herausforderung bestehen, damit wir zusammen wirkungsvolle und sinnvolle Lösungen/Strategien entwickeln können. Doch  ganz ehrlich: Im Alltag fällt es mir auch nicht immer leicht, mir diese Sichtweise auf die Menschen stets zu bewahren. Dann reflektiere ich mich, um zu verstehen, was mich daran gehindert hat.  Und dann komme ich manchmal auch zum Schluss, das ich mich in bestimmten Situationen sogar bewusst dagegen entschieden habe, weil ich eben nicht Mutter Theresa bin und nicht sein möchte, dann zum Beispiel, wenn mir gerade wieder jemand die Tür vor der Nase zuschlägt oder mir unfreundlich den Weg abschneidet, mich dabei fast umschubst oder aus unerklärlichem Grund unfreundlich begegnet …

Empathie zu leben und zu erfahren, setzt eben auch ein paar Bedingungen voraus; mehr dazu im nächsten Blog!

Aufgeschlossen grüsst Sie Ihre

Tanja Bartholdi

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