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Plädoyer für mehr Humor am Arbeitsplatz

By 31. Januar 2018 No Comments

Wann haben Sie das letzte Mal bei der Arbeit so richtig herzhaft gelacht? In einer Sitzung, in einer Besprechung, mit Kunden, Arbeitskollegen etc.? Wir verbringen alle sehr viel Zeit am Arbeitsplatz, und darum plädiere ich für ausreichend Freiraum, damit die gesunde emotionale Ausdrucksform des Lachens auch in der Arbeitswelt angemessenen Freiraum erhält.

Lassen sich in einem leistungsorientierten und disziplinierten Umfeld seriöses Arbeiten und Lachen wirklich nur schwer miteinander verbinden?

Muss es denn in der Arbeitswelt so ernst zu und her gehen, ziemt es sich wirklich nicht, einfach auch da mal unbeschwert darauf loszulachen und alles mit etwas mehr Humor zu betrachten? Wer seine Arbeitsaufträge gut erledigen will, soll doch auch die Leichtigkeit des Humors an dem Ort ausleben, an dem er die meiste Zeit des Tages verbringt. Kluges, professionelles und effizientes Wirken lassen sich nicht per se durch eine ernste Miene messen.

Nun gut, ich stelle mir schon seit längerem die Frage, warum einige Menschen im Arbeitsalltag oft so ernst wirken …

Warum verschliessen wir uns dieser kraftspendenden, emotionalen und archaischen Ausdrucksform? Wer hat den Humor aus dem Arbeitsalltag verbannt?

Lachen hat ja auch etwas Aufrührerisches und kann im wahrsten Sinne des Wortes Unruhestifter im Guten sein. Wir verlieren dabei für ein paar Sekunden die Kontrolle über Mimik und Lautäusserung. Na und? Das macht uns menschlicher und nahbarer.

Wissenschaftlich erwiesen ist, dass Lachen Spannungen löst, entwaffnet, ansteckt, Menschen verbindet, das Wir-Gefühl fördert, die «guten» Hormone aktiviert, die Leistungsfähigkeit steigert, die körperliche Abwehr stärkt, die Sauerstoffzufuhr im Hirn und die Atmung positiv beeinflusst und das seelische Gleichgewicht fördert. Zudem stärkt es die Resilienz und das Herz und ist darum Prävention für so Manches …

Eine Betriebskultur, die Humor zulässt und diesen als Bestandteil einer positiven Kommunikation bewertet, darf daher bedenkenlos als betriebliche Gesundheitsförderung anerkannt werden.

In diesem Sinne verabschiede ich mich mit einem herzhaften und unbeschwerten Lachen in die nächsten Arbeitswochen.

 

Tanja Bartholdi

 

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